Zug um Zug mehr Herzrhythmusstörungen

Je mehr Sie rauchen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit von Herzrhythmusstörungen und Vorhofflimmern. Eine große Studie zeigt klar einen dosisabhängigen Zusammenhang, selbst bei Ex-Rauchern!

 

Vorhofflimmern ist die häufigste Erkrankung unter den Herzrhythmusstörungen. Es ist die Ursache für 20-30 Prozent der Schlaganfälle und erhöht das Sterblichkeitsrisiko deutlich. In Europa und den USA wird etwa jeder vierte Einwohner im Verlauf seines Lebens an Vorhofflimmern erkranken. In den Leitlinien zur Prävention von Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) wird Rauchen als letale Suchterkrankung bezeichnet.

Wer sein Leben lang raucht, stirbt mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit an einer durch das Rauchen verursachten Erkrankung und verliert im Mittel 10 Jahre an Lebenserwartung. 

Im Vergleich zu Menschen, die nie geraucht haben, lag das Risiko für Vorhofflimmern bei Rauchern deutlich höher. Wenn Menschen 5, 10, 15, 20, 25 oder 29 Zigaretten pro Tag rauchen, geht dies mit einer Risikosteigerung um jeweils 9, 17, 25, 32, 39 und 45 Prozent einher. Für 10 Packungsjahre eines Rauchers wird ein um 16 Prozent höheres Risiko errechnet, ein Vorhofflimmern zu entwickeln. Packungsjahre errechnen sich aus der Zahl pro Tag gerauchten Packungen multipliziert mit der Anzahl von Jahren, die ein Raucher bislang geraucht hat.

 

Vorhofflimmern na und???? 

Falsch gedacht!! 

Vorhofflimmern erhöht nicht nur, wie oben genannt, Ihr Risiko für einen Schlaganfall enorm, Vorhofflimmern führt zu einer Reduktion der Leistungsfähigkeit Ihres Herzens von 20 Prozent! Eine weitere Folge mit Folgen ist die Notwendigkeit, Sie bei nachgewiesenem Vorhofflimmern künstlich zum Bluter zu machen. Dies bedeutet eine erhöhte Gefahr für mitunter lebensgefährliche Blutungen bei inneren Verletzungen, Stürzen……, ein erhöhtes Operationsrisiko und die lebenslange Abhängigkeit von Medikamenten. 

Die gute Nachricht: Die Daten der durchgeführten Analysen zeigen ein deutlich verringertes Risiko für Rhythmusstörungen, sobald man mit dem Rauchen aufhört: Die Risikosteigerung für aktuelle Raucher liegt bei 32 Prozent, für Ex-Raucher jedoch nur bei 9 Prozent. Das bedeutet, dass Menschen ab jedem Zeitpunkt von einem Rauchstopp profitieren. Es ist also nie zu spät sein Leben gesünder zu leben!