Lebensstil beeinflusst Demenz-Risiko

Neue Erkenntnisse vom internationalen Alzheimer-Kongress in Chicago:

Stress und Sorgen können sich massiv auswirken, Sport und eine gefäßschonende Ernährung erweisen sich

als wichtige protektive Faktoren. Entscheidend ist, rechtzeitig mit der Prävention zu beginnen!

 

Das mittlere Lebensalter scheint eine entscheidende Phase der Weichenstellung zu sein. Ein geeigneter Lebensstil in dieser Zeit kann viel dazu beitragen, das Risiko einer späteren Demenz teilweise deutlich zu senken. So erkranken beispielsweise Menschen, die sportlich aktiv sind, im höheren Alter zu 20 Prozent seltener an einer Demenz.

Psychischer Stress hingegen erhöht das Risiko: Menschen mit Ängsten oder Depressionen erkranken zu einem Drittel häufiger an Demenz als psychisch Ausgeglichene. Sport kann diesen Faktor jedoch kompensieren, so dass die Häufigkeit bis auf das Maß von Sportlern ohne übermäßige Sorgen sinkt. Auch andere Studien betonen den unheilvollen Effekt von Stress. Am stärksten korrelieren Geldsorgen mit Demenz. Sie treiben das Risiko um ein Viertel nach oben.

Augenerkrankungen stellen einen Hinweis auf drohenden demenziellen Abbau dar. Das Glaukom, die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) und die diabetische Retinopathie sind ebenfalls mit einem erhöhten Demenzrisiko assoziiert.

Mehrere Studien befassen sich mit der Rolle des Mikrobioms und des Stoffwechsels. So scheinen einige 

Bakterienspezies die Anhäufung von Amyloid- und Tau-Proteinen (Eiweißablagerungen im Gehirn, die eine Demenzentwicklung unterstützen) zu fördern. Auch wenn diese  Forschung derzeit noch im Mausmodell steckt, wird immer mehr die Ernährung als wichtiger Faktor für die Gesunderhaltung des Gehirns betont. Durch die Gabe von

Omega-3 Fettsäuren lässt sich kein schützender Effekt feststellen. Das kann jedoch auch an einem gestörten Fettstoffwechsel liegen, der verhindert, dass die Omega-3-Fettsäuren dem Gehirn zur Verfügung stehen. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass frühe Reserven von Omega-3-Fettsäuren im Gehirn für die spätere Entwicklung bei gestörten Stoffwechselprozessen entscheidend sein  könnten.

 

Fazit aus diesem Beitrag für uns:

Sport ist wieder einmal ein sicherer Bestandteil im Schutz vor dementiellem Abbau im Alter, während der

Einfluss der Ernährung weiterhin komplizierten und langfristig angelegten Untersuchungen bedarf.

Sport lässt uns mit Sicherheit vital und glücklich altern, dazu eine gesunde Ernährung um den Körper optimal zu versorgen und Stressreduktion durch Selbstbeachtung und Selbstwahrnehmung!

Der Herbst bietet ideale Möglichkeiten dazu! Lange Spaziergänge durch die buntgefärbte Natur um den Wind

im Gesicht zu spüren, entspannende und entschlackende Saunagänge, Erholungseffekte für unsere Atemwege in der Salzlounge, ein heißer Tee oder eine warme Gemüsesuppe zusammen mit einem schönen Buch oder Film, ein

Bastelnachmittag mit Freunden oder ein Kochkurs bei Peter und Kim, unserem Koch-Duo im Wumbawu!

 

Zuckerhaltige Getränke meiden

Kohortenstudien hatten schon darauf hingewiesen, nun zeigt auch die WHICAP-Studie, dass zuckrige Getränke das Demenzrisiko erhöhen können. Sieben Jahre lang wurden 2300 ältere Menschen untersucht, bei 430 wurde indes eine Alzheimer-Demenz diagnostiziert.

Bei jenem mit dem höchsten Zuckerkonsum, etwa 20 Gramm via Getränke, war das Risiko um etwa 50 Prozent erhöht, so die Forscher der Columbia Universität.