Kaffee könnte das Risiko für Alzheimer und Parkinson senken

Nicht alle schönen Dinge im Leben sind ungesund! In den letzten Monaten geriet Kaffeekonsum immer mehr in den Ruf, gesundheitlich von Vorteil zu sein. Jetzt erschien in einem Ärztemagazin ein neuer Artikel, mit einer Erklärung dafür, warum und wie uns Kaffeegenuss vor degenerativen Erkrankungen unseres Gehirns schützen kann.

 

 

Kaffee beinhaltet Röststoffe, sogenannte Phenylindane, die im Mausmodell einen neuroprotektiven (gehirnschützenden) Effekt zeigten. Denn dort hemmten sie die Verklumpung von Beta-Amyloid und Tau-Proteinen, den Eiweißbausteinen, denen derzeit die Hauptschuld an der Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen gegeben wird. Die Korrelation zwischen Kaffeekonsum und einem verringerten Risiko für Alzheimer und Parkinson ist seit Längerem bekannt, bisher stand allerdings die Erklärung dafür aus, auf welche Art und Weise der positive Effekt entsteht. Da die Wissenschaftler der Universität Toronto sowohl mit koffeinhaltigen als auch mit entkoffeinierten Sorten experimentierten, schlossen sie Koffein als entscheidenden Faktor aus. Ebenso waren die anderen untersuchten Komponenten nicht in dieser Art und Weise aktiv: die Chlorogensäure, Chinasäure, Kaffeesäure und das Quercetin. Dafür stellten die Forscher fest: je dunkler der Kaffee, desto gesünder. Denn das bedeutet, dass die Bohnen länger geröstet wurden – und somit mehr Phenylindane entstanden sind. Ein etwaiger therapeutischer Ansatz würde weitere Forschung bedürfen, das Lieblingsgetränk der Deutschen darf aber jetzt schon mit gutem Gewissen genossen werden.