Heilwirkung der Quitte

 

Eine Vitaminbombe

 

Quitten enthalten große Mengen an Vitaminen, darunter einen sehr hohen Anteil an Vitamin C und Folsäure. Auch Vitamin A und viele B-Vitamine sind in der Frucht enthalten. Hinzu kommen zahlreiche Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Ebenso haben sie einen guten Anteil an die Verdauung unterstützenden Ballaststoffen. Die im Quittensamen enthaltenden Gerb- und Schleimstoffe wirken antibakteriell, entzündungshemmend, cholesterinsenkend, harntreibend und verdauungsfördernd. Anwendungsgebiete für Quitten sind sehr vielfältig und reichen von Bronchitis, Erkältung, Entzündungen im Hals und Rachen über Gicht, Bluthochdruck, Sonnenbrand und leichte Brandwunden, blutende Wunden, rissige und wunde Haut bis zur Verstopfung, Darmentzündungen, Nervosität und Schlaflosigkeit. Früher bei uns kaum bekannt, erlangen sie inzwischen immer größere Beliebtheit und zieren immer häufiger heimische Gärten. Als Gelee, Süppchen, Quittenbrot, -Kuchen oder auch als Beilage zu herzhaften Gerichten sind sie in der Küche vielfältig einsetzbar.

 

Für die Hausapotheke haben wir in der Literatur folgende Anwendungsmöglichkeiten gefunden:

 

 

 

Quittenschleim:

 

Zur Linderung von Husten, Halsschmerzen und Durchfall hilft Quittenschleim aus den Kernen der Frucht. Die Zubereitung ist ganz leicht: etwa einen Esslöffel frische Quittenkerne in einer Tasse mit warmem Wasser für einige Stunden ziehen lassen, bis sich der Schleim gebildet hat. Dieser lässt sich frisch einnehmen oder auftragen. Als Gesichtsmaske wirkt er ausgleichend und regenerierend, in Form von Umschlägen hilft er, Verbrennungen, wunde Brustwarzen und Hämorrhoiden zu behandeln. Vorsicht: die Kerne nicht zerkleinern, sie enthalten viele giftige Blausäuren.

 

 

 

Quittentee:

 

Aus den Samen lässt sich auch ein Tee zubereiten, der aber eher ein dünner Schleim ist. Dazu 2 Teelöffel Quittensamen mit einer Tasse Wasser etwa 5 Minuten lang kochen. Die Samen abseihen und den Tee in kleinen Schlucken trinken. Dies soll neben Verdauungsstörungen gegen Schlaflosigkeit und Unruhe sowie gegen Mundgeruch helfen.

 

 

 

Quittenwasser:

 

Bei Entzündungen in Mund und Rachen mehrmals täglich Quittenwasser unverdünnt zum Gurgeln verwenden. Dazu getrocknete Quitten in Wasser einlegen, bis es schleimig wird. Dann die Früchte entfernen.

 

 

 

Quitten-Hautöl:

 

Die samtige Schale der Quitte hilft gegen trockene, gereizte und entzündete Haut. Dazu kann aus der zerkleinerten Schale einiger Quitten (möglichst ohne Fruchtfleisch vorsichtig abgeschält) und einem milden Pflanzenöl (Oliven-, Sesam- oder Aprikosenkernöl) eine Tinktur hergestellt werden. Die Mischung in einem verschlossenen Gefäß rund 1 Woche ziehen lassen. Die Schalen herausfiltern und das Öl innerhalb von 2 Wochen aufbrauchen.

 

 

 

Quittenmus:

 

Innerlich angewandt wird ein Quittenmus bei Rachen.- und Bronchialkatarrh, Magen- und Darmkatarrh sowie Durchfall. Bei Gicht trägt man das Mus äußerlich auf schmerzende Gelenke auf und umwickelt diese mit einem Tuch. Für die Zubereitung: Die Quitten mit einem trockenen Tuch abreiben, mit Schale vierteln, Kerne- und Gehäuse entfernen, zerkleinern und mit wenig Wasser zu einem Mus kochen.