Das habe ich geerbt?

 

Vermutlich haben Sie auch schon das eine oder andere Mal den Spruch gesagt: „Das habe ich geerbt!“

 

Doch geerbt haben wir, wenn es zum Beispiel um Erkrankungen geht, in den allermeisten Fällen nur die Neigung zu einer Krankheit! Dies betrifft sehr viele Erkrankungen, zum Beispiel den Herzinfarkt, die Neigung zu Krebs, Haarausfall, Diabetes, Bluthochdruck oder auch Übergewicht. Mit diesem Thema der Neigung und Beeinflussung unserer Gene befasst sich ein relativ junges, sehr spannendes und erfolgversprechendes Forschungsgebiet, das sich Epigenetik nennt. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, welche Konsequenzen Sie aus dieser aktuellen Forschung für sich und Ihre Gesundheit ziehen können. 

 

 

Die menschliche Zelle kann auf ca. 20000 Gene zurückgreifen, doch den Großteil dieser Gene schaltet sie ab. Wie funktioniert das und welche Folgen hat das An- und Abschalten der Gene für uns und unsere Gesundheit? Mit dieser Steuerung der Gene beschäftigt sich das Forschungsgebiet der Epigenetik. So hat sich unser bisheriges Bild, dass unsere Gene unser Schicksal bestimmen, in den letzten Jahren grundlegend geändert.

 

Unsere Lebensweise bestimmt maßgeblich mit, welche Gene eingeschaltet und welche ausgeschaltet sind. Mittlerweile sind zahlreiche Faktoren bekannt, die negative oder positive Einflüsse auf unser Epigenom haben. Zu den negativen Einflüssen zählen Stress, das Rauchen, ungesunde Ernährung und verschiedenste Giftstoffe.

 

Positiv wirken sich gesunde Ernährung, Vitalstoffe und regelmäßige Bewegung aus.

 

Welch Wunder also, wenn wir unermüdlich darauf hinweisen und Sie nach bestem Wissen und Gewissen motivieren, schädliche Angewohnheiten abzulegen, damit sie gesund und vital sehr, sehr alt werden.

 

Doch zurück zum Thema: Die Programmierung der Gene beginnt bereits im Mutterleib. Es ist gut untersucht, welche Folgen mütterliche Überernährung auf das ungeborene Kind hat: unter anderem ist dies ein lebenslanges alter- und geschlechtsunabhängiges Risiko im späteren Alter übergewichtig zu werden.

 

Die gute Nachricht: Gewisse Veranlagungen werden also mitsamt den epigenetischen Schaltern aus der Lebensweise der Eltern vererbt. Die Veränderung an den Genen ist aber teilweise umkehrbar, wobei hierbei vor allem die Ernährung eine bedeutende Rolle spielt, aber wie schon erwähnt entweder in positiver oder negativer Art und Weise, je nach Ihrer Verhaltensweise. Eine gesunde Kost im Sinne einer mediterranen Kost, reich an Vitalstoffen und kombiniert mit ausreichender Bewegung und Stressreduktion im Alltag – die heiligen 3 Säulen eines langen Lebens in Gesundheit mit körperlicher und geistiger Fitness!

 

So lassen sich Erkrankungen wie Arterienverkalkung, Diabetes und viele Krebserkrankungen tatsächlich verhindern bzw. treten erst in viel späteren Lebensjahrzehnten auf. Schenken auch Sie sich dieses gute Gefühl und achten Sie auf sich und Ihre Lebensweise!