Wärmende Nahrungsmittel für den Winter und Ihre Wirkung in Anlehnung an die TCM

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Die Ernährung ist in der traditionellen chinesischen Medizin wie auch in unserer europäischen Präventionskultur eine der wichtigsten Säulen zum Erhalt der Gesundheit und Lebensenergie. Letztere bezeichnet man in der TCM als Qi. Lebensmittel haben eine thermische Wirkung. Gerade im Winter hat die Ernährung eine vorbeugende und die Gesundheit erhaltende Funktion, vor allem zum Ausgleich von klimatischen Einflüssen wie Wind, Kälte und Feuchtigkeit. Es gibt Lebensmittel, die unserem Körper Wärme abgeben und uns dadurch erwärmen. Dazu zählen durchweg alle traditionellen Wintergemüse wir Porree, Kürbis, Kraut und Fleisch von einheimischen Wildarten wie Hirsch oder Fasan. Aber auch Walnüsse und einige Trockenfrüchte gehören zu dieser Gruppe.

 

Häufige Rohkost- und Obstmahlzeiten wie auch die heißgeliebten Südfrüchte wie Orangen, Bananen und Mandarinen wirken sehr kalt und sind damit in der kalten Jahreszeit eher belastend. Das Gleiche gilt für kalte Müslis mit Joghurt oder Sauermilchgetränke.

 

Gut gewürzte, gekochte Speisen, Gewürztees und lang gekochte Kraftsuppen sind die bessere Wahl!

 

 

 

Wir empfehlen deshalb, den Tag mit einem warmen Frühstück zu beginnen. Spüren Sie den Unterschied (Rezepte finden Sie in unserer Januarrezeptsammlung im Vital am See, el‘Vita oder in meiner Praxis). Ein gekochter Getreidebrei aus Haferflocken oder Dinkelgries, verfeinert mit geriebenen Mandeln oder gehackten Walnüssen und einem Apfel- oder Birnenkompott ist ein guter Start in den Tag. Es gibt auch zahlreiche Fertigbreie im Bioregal, die Sie nur noch mit heißem Wasser übergießen müssen. Der Birne wird übrigens nachgesagt, dass sie uns von innen befeuchtet und somit das ideale Obst für unsere Schleimhäute besonders im Bereich der Atemwege darstellt, die im Winter durch die Heizungsluft oft zum Austrocknen neigen.

 

Auch ein warmes Mittagsessen ist besser als eine Brotmahlzeit. Mit einem gewärmten Bauch sind Sie nicht so anfällig für Erkältungskrankheiten. Zutaten wie Kürbis, Sauerkraut, Rotkraut, Karotten und Kartoffeln liefern wichtigen Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe. Ergänzt mit hochwertigen kaltgepressten Ölen, etwa Lein-, Walnuss-, Haselnuss- oder Kürbiskernöl, Nüssen und Samen sind Sie gegen die Rauheit der kalten Jahreszeit innerlich gut gerüstet.

 

Als Abendbrot empfiehlt sich ein Gemüseeintopf aus Wurzelgemüse oder eine andere schmackhafte Suppe. Auch die Getränke sollten im Winter bevorzugt warm oder heiß getrunken werden. Das Angebot an schmackhaften Kräuter- und Früchtetees lässt kaum mehr Wünsche offen.

 

Im Winter bewegen wir uns meist weniger als in den wärmeren Jahreszeiten. Der Körper verlangt wegen der Kälte und der längeren Dunkelheit mehr nach Fett und Eiweiß. Gewürze sind sehr hilfreich, damit der Stoffwechsel nicht all zu träge wird und herzhafte, stärkende Mahlzeiten bekömmlicher werden. Insbesondere Fett wird besser verwertet und landet nicht so schnell auf den Hüften, wenn frischer Ingwer, Kardamom, Muskatnuss, Nelke, Zimt, Kreuzkümmel, Chili oder Wacholder den Stoffwechsel unterstützen. Gut gewürzte Speisen und Getränke stärken ebenso unsere Abwehrkräfte und sie heben die Laune, weil das sogenannte Lebensfeuer zu Herz, Gehirn und nach außen an die Körperoberfläche geleitet wird. So wird eindringende Kälte und Nässe abgewehrt.

 

Ganz traditionelle Stärkungsmittel sind auch Ginseng, kräftige Bio-Hühnersuppe oder Gerichte mit Bio-Lamm.  Genießen Sie den Winter mit wärmendem Essen und ohne Erkältung! Verwöhnen Sie sich und Ihre Lieben auf angenehme, gesunde Art und Weise! Bleiben Sie gesund und glücklich !

 

 

 

Hier eine Übersicht über wärmende Nahrungsmittel für den Winter:

 

Getreide:

 

Dinkel, Hafer, Langkornreis, Roggen                     

 

 

 

Gemüse:

 

Fenchel, Frühlingszwiebel, Grünkohl, Rotkraut, Kürbis, Porree, Pastinake, Zwiebel, Rote Rüben

 

 

 

Gewürze:

 

Knoblauch, Zimt, Nelken, Fenchelsamen, Lorbeer, Schnittlauch, Wacholderbeeren 

 

 

 

Hülsenfrüchte

 

Linsen

 

 

 

Nüsse und Samen

 

Haselnüsse, Walnüsse, Maroni

 

 

 

Trockenfrüchte

 

Marillen, Datteln, Feigen, Rosinen

 

 

 

Fleisch

 

Fasan, Hirsch, Huhn, Lamm