Die Rhythmik des Schlafes: Schlafphasen

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Unser Schlaf verläuft zyklisch. Jede Nacht, die wir schlafen, durchlaufen wir mehrere Schlafzyklen, die aus 4 Schlafphasen bestehen. 1 Zyklus dauert ca. 90-120 min. In den Zyklen der ersten Nachthälfte überwiegen dabei die Tiefschlafphasen,

während die 2. Nachthälfte mehr durch die Traumphasen (auch REM-Schlaf genannt) geprägt ist. REM steht für Rapid Eye Movement (schnelle Augenbewegungen.) Schlafphasen haben einen enormen Einfluss darauf, wie energiegeladen wir am Morgen erwachen. 

 

 

Der Aufbau eines Schlafzyklus besteht aus folgenden Phasen:

 

1. Phase: Einschlafphase (Non-REM Phase 1):

in dieser Phase schlafen wir ein. Der Schlaf ist nur ganz leicht und oberflächlich. Die Muskeln beginnen sich zu entspannen, die Atmung wird gleichmäßiger.

 

2. Phase: Non REM Phase 2:

in dieser Phase verlangsamen sich unsere Hirnwellen. Die Muskeln entspannen sich weiter und es kommt gelegentlich zu Muskelzuckungen.

 

3. Phase: die Tiefschlafphase.

In dieser Schlafphase werden die Wachstumshormone freigesetzt. Hier findet auch die eigentliche körperliche Entspannung und Regeneration statt.

 

4. Phase: REM-Schlaf: oder auch Traumphase.

Während dieser Phase werden erlernte Fähigkeiten verarbeitet und hoffentlich verankert. Auch Erinnerungen werden speziell in dieser Schlafphase bearbeitet. Diese Phase dauert zu Beginn des Schlafens nur einige Minuten, verlängert sich aber bei jedem Durchlauf des Schlafzyklus in einer Nacht und dauert am Ende bis zu 60 min. 

Die Einschlafphase fällt, solange wir durchschlafen in den folgenden Zyklen weg, so dass sich die Zyklusdauer auf ziemlich genau 90 min einstellt. Je länger wir schlafen, also je mehr Schlafzyklen wir durchlaufen, desto mehr verkürzt sich die Tiefschlafphase zu Gunsten der Traumphase.

Werden wir in der REM- Schlafphase geweckt, fühlen wir uns frischer und ausgeschlafener als wenn wir aus einer anderen Schlafphase heraus geweckt werden. So kommt es, dass wir an manchen Tagen nach dem Aufwecken müde und zerschlagen sind, obwohl wir eigentlich lang und gut geschlafen haben.

 

Für eine komplette Regeneration sollten wir den Schlafzyklus pro Nacht mindestens 4 x, besser jedoch 5-6 x durchlaufen.

Die Tiefschlafphase ist überwiegend für die körperliche Regeneration erforderlich, während die REM-Schlafphase der psychischen Regeneration dient. Gerade, wenn wir sehr gestresst sind, ist das viel zu frühe Aufwachen bzw. das Wachwerden nachts um 3.00 Uhr ein Zeichen für eine psychische Belastung und eine unzureichende Regeneration, der wir bewusst gegensteuern sollten.