Gemeinsamkeit macht stark!

Corona Newsletter vom 05.04.2020

Liebe Leserinnen und Leser,

 

ganz tief in meinem Inneren hoffe ich ein wenig, dass dies der letzte Newsletter ist, den ich aus Gründen der momentanen Ausnahmesituation schreiben muss. Nicht, dass ich Ihnen nicht gern mit meiner Meinung und meinem Wissen zur Seite stehe, aber wie wohl alle, sehne auch ich mich inzwischen sehr nach ein wenig mehr Normalität und vor allem nach weniger Gedankenkreisen. Ich möchte nicht den Anschein erwecken, zu denken, die Situation sei bald ausgestanden, aber ich denke, wenn die strengen Einschränkungen bedarfs- und gesundheitsgerecht gelockert werden können, dann weckt das in uns wahrscheinlich so etwas wie die ersten warmen sonnigen Tage, die wir all die Jahre zuvor im Frühjahr genossen haben und in denen wir bezüglich sportlicher Freizeitaktivitäten, Baumaßnahmen, Gartengestaltung, Zoobesuchen, Urlaubsplanungen und und und voll genossen haben.  In diesem Jahr werden wir Ostern in einer Atmosphäre verbringen, wie nie zuvor. Getrennt von lieben Familienmitgliedern, ohne Osterfeuerveranstaltungen, Reisen oder Familienparties. Auch das von Goethe in seinem Osterspaziergang beschriebene „bunte Gewimmel“ wird es in diesem Jahr nicht geben, sondern nur einzelne Farbklekse, die wir in 1-, 2- oder 3-er Gruppen darstellen können.

Aber lassen Sie uns dennoch innehalten und uns an diese schönen Momente erinnern. Der Song „An guten Tagen“  von Johannes Oerding hat mich heute so sehr motiviert und berührt, dass ich Sie gern dazu anregen möchte, ihn sich auch anzuhören und vielleicht den Sonntagnachmittag, wenn die Sonne scheint, dazu zu nutzen, die guten Seiten in Ihrem Leben ganz bewusst zu feiern: Ihre Gesundheit, den Frieden, vielleicht das Glück, das es allen Familienmitgliedern gut geht und Sie vielleicht noch nicht einmal jemanden persönlich kennen, der durch das Coronavirus Covid 19 erkrankt ist. Feiern Sie, dass Sie in Mecklenburg wohnen, dem Bundesland mit den wenigsten Coronafällen (abgesehen von Bremen) und der geringsten Todeszahl. Sicher ist es so für einige noch schwieriger, die drastischen Einschränkungen in die Freiheit zu akzeptieren, aber wer würde wirklich tauschen wollen und sich frei wie immer bewegen und verhalten, wenn er dafür 2 oder 3 Menschen opfern müsste, die ihm sehr am Herzen liegen. Ich bin optimistisch und denke, dass wir hier in Mecklenburg auch weiterhin nur in kleinerem Maße von Coronaausbrüchen betroffen sein werden, aber wir werden wahrscheinlich trotzdem den Preis zahlen müssen, den alle Deutschen auf Grund der wesentlich stärkeren Ausbreitung in anderen Bundesländern zahlen werden.

Wie wäre es, wenn Sie als Osternester mit Obst oder anderen gesunden Sachen gefüllte selbstgenähte Schutzmasken verschenken? Wenn wir uns wieder einigermaßen frei bewegen wollen, werden wir an dieser Maßnahme zur Verlangsamung der Ausbreitungsgeschwindigkeit nicht vorbeikommen. Und ich möchte noch einmal an das Gemeinschaftsgefühl aller appellieren. Verwerfen Sie den Gedanken, dass Sie selbst ja jung, gesund, fit und widerstandsfähig sind und es deshalb nur gut für die Durchseuchungsstatistik wäre, wenn Sie sich infizieren und vielleicht maximal mit leichten Symptomen erkranken. Denken Sie an all die Menschen, die Sie in Gefahr bringen in den Tagen, in denen Sie das Virus unbeschwert mit sich herumtragen und unwissentlich weitergeben, auch an Menschen, die sich so sehr in acht nehmen, weil sie etwas sehr Wertvolles zu verlieren haben, wie zum Beispiel die Mutti, die ihr krebskrankes Kind zu Hause betreut oder der Ehemann, der für seine Frau sorgt, die immunschwächende Medikamente wegen einer Multiplen Sklerose oder Rheuma einnehmen muss oder die Jugendlichen, die ihre Großeltern abgöttisch lieben für all die schönen Ferien, die sie in ihrer Kindheit bei ihnen verbringen durften, die aber jetzt auf Grund von Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Zuckerkrankheit oder vielleicht auch nur wegen des Alters zu den Risikopatienten gehören würden. Ich bin nicht für eine generelle Maskenpflicht, denn es strengt mich schon jetzt an, wenn ich an meinen Arbeitstagen in der Praxis die ganze Zeit durch eine Maske sprechen muss, aber wenn wir uns wieder zusammen treffen wollen, dann ist es sicher für die nächsten Monate eine fast nicht zu umgehende Notwendigkeit. So können wir vielleicht nicht gemeinsam dicht an dicht Eis schlecken, aber wir können wieder gemeinsam arbeiten, Sport treiben, ins Kino gehen, Einkaufen und Freunde treffen.

Lassen Sie uns die Zeit gemeinsam durchstehen! Lassen Sie uns versuchen, die anderen Menschen zu verstehen. Lassen Sie uns erkennen, wer unsere Hilfe braucht. Helfen wir gern und schenken den Menschen, die unerschrocken ihren Job tun, weil sie wissen, dass sie gebraucht werden und weil sie gern für andere da sind, ein Lächeln, ein Dankeschön, einen Applaus oder eine anerkennende Geste. Freude zu verschenken macht glücklich und wer spürt es nicht gern, das Quäntchen Glück tief im Herzen.

 

Bleiben Sie gesund und optimistisch!

Leben Sie bewusst für Ihre Gesundheit und für die Ihrer Mitmenschen!

Machen Sie das Beste aus diesen Ostertagen und vertrauen Sie wie ich darauf, dass es diese Osteratmosphäre nie wieder geben wird. Notieren Sie sich Ihre Wünsche für das nächste Osterfest und lesen Sie unseren Osternewsletter!

 

Von Herzen mit den besten Wünschen für Sie!

 

 

Ihre Dr. Kathrin Prax mit Natural Basic