Die Basics der gesunden Ernährung – und schon fühlen Sie mehr Vitalität, denn: DU bist was Du isst

Alle, die unsere Ernährungskurse besucht haben, kennen sie und ich hoffe, viele von Ihnen setzen sie regelmäßig um. Da ich viel in Foren, Weiterbildungen und Kongressen unterwegs bin, die sich mit gesunder Ernährung beschäftigen, wird mir immer bewusster, welche Macht dahinter steckt, dieses auch zu leben. Auch ich war lange Zeit ein Verfechter der Haltung, ach mit dir stimmt ja noch alles, deine Gene schützen dich schon. Solange du deinen Körper einigermaßen in Form gehalten bekommst, zeigt das doch, dass dein Körper dir die kleinen täglichen Alltagssünden verzeiht und auch ohne eine intensive vitalstoffreiche Ernährung auskommt. – Das Lehrgeld, dass ich zahlen musste, war äußerst schmerzhaft! Auch dies ist sicher ein Grund dafür, dass ich mir selbst manchmal fast ein wenig besessen vorkomme, von dem Gedanken, die Menschen vor eben diesen Fehlern zu schützen oder ihnen zumindest zu helfen, schneller und effektiver aus dem entstandenen Dilemma herauszufinden. Inzwischen bin ich über 50 Jahre alt und glauben Sie mir, ich weiß vielleicht nicht alle chemischen und biologischen Zusammenhänge, die es im Menschen und im weiter gefassten Rahmen in der Natur gibt, aber ich weiß, worauf es wirklich ankommt, wenn es um das Thema gesunde Lebensweise geht. Und egal wie gern Sie etwas von Wundermitteln der Natur lesen oder hören möchten, um ein einfaches Mittel in der Hand zu haben, schnell zu schlucken und wirksam gegen alles, was sie sonst falsch machen, Sie werden es nie finden, aber mit den ganz natürlichen Alltagsbasics werden Sie soviel Energie und Sicherheit spüren, dass Sie, wenn Sie es bewusst umsetzen, bald keine Gedanken mehr darüber verschwenden werden, welche „Genussfreuden“ Ihnen der Verzicht auf krankmachende Nahrungsmittel und Lebensgewohnheiten stielt.

Wenn Sie sich auf unsere Basics konzentrieren, wird der Alltag Ihnen leichter fallen und chronische Erkrankungen oder Störungen werden immer weiter aus Ihrem Leben verschwinden:

1.       Gemüse – die Wichtigkeit von pflanzlichen Nahrungsmitteln steht an erster Stelle. Essen Sie mindestens 3 besser 5 Portionen (Hände voll) pro Tag. Zusätzlich können Sie diese 3-5 Portionen mit 1-2 Portionen Obst pro Tag ergänzen.

Dabei sollten Sie folgende Informationen beachten:

-          Gemüse sollten Sie auf alle Fälle den größeren Platz in Ihren Lebensmitteln gönnen, denn Obst enthält bekanntlich viel Fruchtzucker, der sich zusammen mit anderen Nahrungsmitteln, denen er von der Lebensmittelindustrie künstlich zugesetzt wurde, im Laufe des Tages summiert und der einer der Hauptauslöser der nichtalkoholisch bedingten Fettleber darstellt.

-          Essen Sie möglichst bunt: Gemüse und Obst enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe, die eigentlich unfassbar wichtig für unsere Gesundheit und den ungestörten Ablauf aller Funktionen in unserem Körper sind. Deshalb kann es auch nicht unser Ziel sein, einen mangelnden Gemüseverzehr durch Multivitaminpräparate auszugleichen, denn gerade diese Vielfalt der sekundären Pflanzenstoffe finden Sie darin nicht und gerade diese sind so wertvoll für unser Mikrobiom und unsere Darmgesundheit, unser Immunsystem aber auch für die Funktionsfähigkeit von Körper und Geist.

-          Waschen Sie das Gemüse und Obst vor dem Zubereiten mit lauwarmem Wasser ab! So verringern Sie die Aufnahme von Umweltgiften oder krankmachenden Bakterien und Pilzen.

-          Genießen Sie mittags eher rohes Gemüse und abends eher gedünstete oder gekochte Varianten, so optimieren Sie das Verhältnis zwischen Nährstoffaufnahme und Stoffwechselproblemen.

-          Nutzen Sie die Möglichkeit von regionalem Gemüse und Obst. Dieses hat meist nicht so lange Lagerungs- und Transportzeiten hinter sich und enthält dadurch mehr Vitamine. Dazu kommt, dass weit gereistes Gemüse häufig nicht ganz ausgereift geerntet wird, dass aber die höchste Vitamindichte in reif geerntetem Obst und Gemüse steckt.

-          Genießen Sie häufiger mal fermentierte Gemüsevarianten wie Sauerkraut, Kimchi oder ähnliches, um so Ihrer Darmflora einen zusätzlichen Gesundheitsbooster zu schenken, denn in den sauer vergorenen Produkten stecken viele gesundheitsfördernde Darmbakterien und deren Nährstoffe, die unsere Darmgesundheit unterstützen.

2.       Vollkornprodukte – In unseren Ernährungsseminaren lernen Sie, die mediterrane Flexicarb-Methode. Diese beinhaltet, dass Sie Kohlenhydrate je nach Bewegungsintensität in Ihren Speiseplan integrieren dürfen. Das bedeutet: bewegen Sie sich deutlich mehr als 10000 Schritte pro Tag oder absolvieren Sie zusätzlich eine Sporteinheit von mindestens 30-minütiger Dauer, dann dürfen Sie am Tag mehr Kohlenhydrate verspeisen, als wenn Sie diesen Bewegungsradius nicht schaffen. Kohlenhydrate sind schnelle Energielieferanten, aber eben gerade diese Energie muss der Mensch am Tag dann auch verbrennen, denn sonst wird sie in Form von Fett gespeichert, entweder auf Ihren Hüften oder in Ihrem Bauch oder in Ihren Organen. Nichts davon ist wirklich gesund, denn das Körperfett belastet Ihre Gelenke und Ihr Bindegewebe, das Eingeweidefett sorgt für chronische Entzündungsprozesse und die Entstehung aller Zivilisationskrankheiten und das Organfett verlangsamt Ihren Stoffwechsel und die Entgiftungsfunktionen in Ihrem Körper und beschleunigt somit die Alterungs- und Erkrankungsprozesse. Die beste Variante zur Aufnahme von Kohlenhydraten sind Vollkornprodukte oder Kartoffeln. Auf leere Kohlenhydrate in Weißmehlprodukten und Süßkram sollten Sie verzichten, denn am Ende zählt immer die Bilanz. Essen Sie viele Kohlenhydrate mit leeren Kalorien, also Kalorien, die Ihnen zusätzlich keinen Nutzen in Form von Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen oder essenziellen Amino- oder Fettsäuren bringen, dann essen Sie entweder zu viele Kalorien, weil Sie eben diese Nahrungsmittel dann auch noch aufnehmen, oder Sie schaffen sich einen lange unbemerkt oder nicht wahrgenommenen Mangel an diesen lebenswichtigen Stoffen. Vollkornprodukte dagegen enthalten viele Vitamine und Mineralien und zusätzlich das so wichtige Futter für Ihre Darmbakterien, die Ballaststoffe. Insgesamt sollten Sie täglich mindestens 30 g Ballaststoffe zu sich nehmen. Wir präferieren Hafer und Roggenvollkornprodukte, möglichst fest gekochte Kartoffeln oder alternative Getreideformen wie Buchweizen, Amarant, Quinoa als Kohlenhydratquellen neben Gemüse und Obst. Hafer enthält sehr gesunde Ballaststoffe und Mineralien, fast kein Gluten, gleicht den Blutzucker aus und wirkt günstig auf Ihren Cholesterinspiegel.

3.       Eiweiß – Unser Körper braucht Eiweiß, denn die Grundbausteine aller Eiweiße, die Aminosäuren kann der menschliche Körper zwar teilweise ineinander umbauen, aber nicht selbst herstellen. Wir brauchen täglich ca. 1g Eiweiß pro kg Körpergewicht, bei starker Belastung auch mehr. Nicht nur unsere Muskeln bestehen zu einem Großteil aus Eiweißen, sondern auch unser Immunsystem. Ohne Eiweißzufuhr kein menschliches Leben, kann man zusammenfassend sagen. Versuchen Sie deshalb, zu jeder Mahlzeit auch etwas Eiweiß zu essen. Das hält lange satt. Ob tierisch oder pflanzlich ist dabei überwiegend eine Entscheidung von ökologischer Bedeutung.

4.       Fette – Fett ist nicht böse, es sei denn, Sie nehmen die künstlich gehärteten und chemisch veränderten Transfette zu sich, die Sie in frittierten oder scharf gebratenen Speisen vermehrt vorfinden. Für Ihre Gesundheit ist es dennoch bedeutsam, das Sie wissen, dass es die mehrfach ungesättigten Fettsäuren gibt, die für unseren Körper essentiell sind, das heißt, dass er diese auch nicht selbst herstellen kann. Dabei ist es durch unsere moderne Gesellschaft mit immer mehr Stallhaltung und Großfelderwirtschaft zu einem Ungleichgewicht zwischen entzündungsfördernden Omega 6 Fettsäuren (FS) und entzündungshemmenden Omega 3 Fettsäuren (FS) gekommen. Letztere sind aus unserer täglichen Ernährung fast verschwunden, während wir Omega 6 FS in immer größeren Mengen zu uns nehmen (durch Fleischprodukte aus Massentierhaltung in Form von Stallhaltung und billiger Produktion von Sonnenblumen- und Maiskeimölen). Omega 3 FS finden Sie vor allem in Kaltwasserwildfischen (vorsicht: in Fischen aus Zuchtanlagen befinden sich durch die Nahrung, mit der diese Fische gezüchtet werden auch deutlich weniger Omega 3 FS). Hier ist es deshalb sinnvoll, auf frische, gut schmeckende Fisch- oder Algenöle zurückzugreifen. Wer das nicht möchte, sollte qualitativ hochwertige Omega 3 Kapseln in seinen täglichen Ernährungsplan einbauen. Omega 3 ist so vergessen in unserer Ernährungslehre und hat so hohes Gesundheitspotential, deshalb fragen Sie bitte nach, falls Sie mehr wissen möchten oder besuchen Sie eines unserer Omega-3 Seminare bei Natural Basic im TRAX.

5.       Trinken Sie ausreichend! Vor allem stilles Wasser oder gesunde Grüntee- oder Kräuterteevarianten. In unserem Körper fallen den ganzen Tag Stoffwechselendprodukte an, die ausgeschieden werden müssen, damit daraus keine für uns giftigen Verbindungen entstehen. Zusätzlich ist Wasser ein Transportmedium, um alle lebensnotwendigen Stoffe an die richtigen Stellen im Körper zu bringen. Ca. 60 Prozent unserer Körpermasse besteht aus Wasser. Trinken Sie je nach körperlicher Belastung und Schweißneigung 1,5-3,5 Liter pro Tag.

6.       Essenspausen – Häufig ist weniger mehr, denn meistens ist es doch so, dass wir häufiger mal zu viel als zu wenig essen. Durch Essenspausen ermöglichen wir es unserem Körper, sich an Stelle von Verdauungsprozessen auf Reparaturprozesse zu konzentrieren. Kein Handwerker wird bei seiner Arbeit gleichzeitig essen! Reparaturprozesse verlangsamen das Altern und sie verhindern die Entstehung von Krankheiten, sorgen also für Vitalität und Gesundheit. Es macht also durch aus Sinn, täglich nur 2 bis 3 Mahlzeiten zu sich zu nehmen und auf das Snacken zwischendurch zu verzichten. Sollten Sie bereits an chronischen Krankheiten leiden, informieren wir Sie gern, ob es vielleicht auch sinnvoll wäre, mal eine Heilfastenkur durchzuführen. Oder Sie entscheiden sich 2021 zum Leberfasten, falls Sie eine nichtalkoholische Fettleber haben, an Übergewicht oder anderen Wohlstandserkrankungen leiden und diese aktiv selbst behandeln möchten.

7.       Basisches Essen – Da durch Stress und Anstrengung und sämtliche Abwehrfunktionen in unserem Körper eher saure Stoffwechselprodukte anfallen, macht es Sinn, unseren Körper mit überwiegend basischen Nahrungsmitteln zu versorgen, um ihm so die Möglichkeit zu schaffen, ein ausgeglichenes Säure-Basen-Verhältnis im Körper aufrecht zu erhalten ohne auf die eigenen Ressourcen an basischen Mineralien aus den Knochen- und Bindegewebsstrukturen zugreifen zu müssen, denn dies würde immer einen beschleunigten Knochenabbau bedingen, der letztendlich in einer Osteoporose endet. Gemüse und Obst sind basisch, womit wir wieder bei Punkt eins unserer Basics angekommen sind und der Kreis sich schließt.

 

Achten Sie auf diese Basics und Sie werden spüren, wie Sie mit mehr Energie und Freude Ihren Alltag erleben und mehr Gelegenheiten bewusst wahrnehmen, die Schönheit des Lebens zu erleben!