Die 3 Arten von Körperfett und warum nicht alle Übergewichtigen krank sind

Ja, es gibt sie wirklich, die Unterschiede bezüglich der Fettverteilung in uns Menschen und ihre Bedeutung für unsere Gesundheit. 

1.       Das äußere Körperfett

Das äußere Fett war bei den Steinzeitmenschen ein Überlebensvorteil. Nur die Menschen, die schnell und effektiv Fett anlagern konnten, konnten auch länger dauernde Hungerperioden gut überstehen. Es ist also keine Bestrafung an sich, sondern eher eine genetische Disposition aus alten Zeiten von Vorfahren, die überlebensstark waren. Dennoch ist es für die meisten Menschen unter den heutigen Lebensbedingungen eine enorme Belastung, denn in unserer westeuropäischen Zivilisation gibt es keine natürlichen Hungerperioden mehr und so sammelt sich über Monate und Jahre immer mehr Fett an unserem Körper, bringt uns zum Schwitzen und unsere Gelenke aber auch unser Herz-Kreislauf-System durch Überforderung an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und lässt Sie somit doch schneller krank und immobil werden. Dadurch, dass es für alle sichtbar ist und uns somit stört, werden wir dadurch doch teilweise motiviert, uns um uns zu kümmern und bezüglich des überschüssigen Essens etwas zurückhaltender zu werden.

2.       Das Eingeweidefett

Beim Eingeweidefett sieht es dagegen mit den Auswirkungen auf unsere Gesundheit schon ganz anders aus. Es ist das Fett, was im Bauchraum zwischen unseren Gedärmen und Verdauungsorganen wächst. Der Platz dort ist begrenzt, denn die Bauchhöhle lässt sich nicht unendlich ausdehnen. Wächst und vermehrt sich also dieses Fettgewebe, wird es irgendwann eng für die einzelnen Fettzellen und deren Versorgung. Die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen wird durch das Abdrücken der Kapillaren immer schwieriger und minderdurchblutetes Gewebe lässt Entzündungsmediatoren einwandern, um so über eine Entzündungsreaktion eine Mehrdurchblutung zu initiieren. Gleichzeitig sind diese Entzündungsmediatoren aber schädlich für unseren Gesamtorganismus, da sie als Auslöser sämtlicher chronischer Erkrankungen wirken. So entstehen also durch zu viel Eingeweidefett Erkrankungen, die wir nicht bekommen würden, wenn sich dieses Fettgewebe nicht in uns ansammeln würde. Es gibt übrigens auch Menschen, die vorzugsweise diese Fettbildung entwickeln. Sie wirken äußerlich schlank, haben aber im Inneren (in ihrer Bauchhöhle) doch überproportional viel Fett. Diese Menschen neigen ebenso zu chronischen Erkrankungen, obwohl sie vom Bodymaßindex normal oder nur leicht übergewichtig erscheinen. Man nennt sie auch TOFI (eine Abkürzung aus dem Englischen, die bedeutet: Thin outside, fat inside = Außen dünn und innen dick). Gerade diese Menschen leben oft lange in dem falschen Glauben, ihre Körperzusammensetzung im Griff zu haben. Mit einer Körperanalyse zum Beispiel auf unserer Inbody-Bioimpedanzwaage kommt die Wahrheit aber ans Licht. Und hat man den Feind erkannt, kann man gezielt etwas gegen ihn tun und schlimme Folgen verhindern. Genau das ist die Prävention, die wir uns für jeden wünschen.

3.       Das Organfett

Ähnlich schädlich wie das Eingeweidefett ist auch unser Organfett. Dieses entsteht durch die Einlagerung von Fett in den inneren Organen selbst wie Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Herz… Dadurch verlieren die Organe ihre Leistungsfähigkeit und das führt ebenso zu chronischen Erkrankungen. Verfettet die Leber, so macht sich dies am umfangreichsten bemerkbar: unser Stoffwechsel wird langsam und verliert seine Selbstregulationsfähigkeit. Die Leber schafft es nicht mehr, den Blutzuckerspiegel optimal zu regulieren. Am Anfang steigt der Nüchternblutzucker an, die Folge ist ein ständig erhöhter Insulinspiegel im Blut. Insulin als anaboles Hormon hemmt die Fettverbrennung und fördert den Appetit, dass heißt, die Abwärtsspirale wird immer weiter angekurbelt. Diabetes Mellitus („Alterszucker“- manchmal heute schon ab 30, selten noch früher) und Adipositas (krankhafte Fettsucht) werden gefördert. Durch die Verfettung des Herzmuskels und der Nieren entstehen Bluthochdruck und andere Gefäßerkrankungen und plötzlich ist sie da, die Notwendigkeit, ständig Medikamente nehmen zu müssen und regelmäßige ärztliche Kontrollen zu beanspruchen.

 

Zusammenfassend ist es also nicht das äußere Fett, das uns krank macht, abgesehen von Gelenkerkrankungen. Es ist zwar das, was als erstes auffällt und die Menschen stört, aber für unsere Gesundheit und Vitalität spielen die anderen 2 Fettarten eine viel bedeutsamere Rolle. Wir sind mit unseren Lösungsvorschlägen immer daran interessiert, Ihre Gesundheit zu optimieren und Ihnen Vitalität und Lebensqualität zu schenken.

Darauf sind auch unsere Ernährungs- und Bewegungskonzepte ausgestellt, die wir inzwischen so optimiert haben, dass wir wirklich für fast jeden passende Lösungskonzepte anbieten können.

 

Überzeugen Sie sich selbst.