9 gesundheitsfördernde Geschenke der Natur, die jeder kostenlos nutzen kann und die sich nicht verbrauchen

1.      Der Sonnenschein

2.      Vogelgezwitscher

3.      Grün

4.      Wolkentreiben

5.      Gesunde Pflanzen und Kräuter

6.      Waldbaden

7.      Wasserrauschen und Kneipanwendungen

8.      Blütendüfte

9.      Sauerstoff und frische Luft

 

zu 1.1. Der Sonnenschein

Die Sonne ist so schön und lebenspendend. Sie wärmt uns mit ihren Strahlen und weckt in uns gute Gefühle, wenn sie uns schon früh am Morgen begrüßt. Abends werden wir romantisch und lassen den Stress des Tages hinter uns, wenn wir einen schönen Sonnenuntergang beobachten. Soweit zu unseren emotionalen Bindungen zum Sonnenschein. Das Sonnenlicht fördert aber auch die Vitalität der Menschen. Es fördert die Ausschüttung von Glückshormonen und hilft gegen depressive Verstimmungen. Und dann gibt es ja noch das Sonnenvitamin: Vitamin D! Wenn die Sonne im April intensiv scheint, dann gelingt es den meisten Menschen schon, ihre persönliche Vitamin D Bildung über die Haut anzuregen, indem sie über die Mittagsstunden mit freien Armen ohne Sonnencreme die Sonnenstrahlen unter freiem Himmel genießen.

 

Zu 1.2. Vogelgezwitscher

Das Zwitschern und das Tirilieren der Vögel im Frühjahr haben schon etwas Verzauberndes. Versuchen wir doch einfach mal innezuhalten, wenn wir draußen sitzen oder spazieren gehen und uns ganz darauf zu konzentrieren, den Vogelstimmen zu lauschen. Dadurch üben wir Achtsamkeit und können ggf. Gedankenkreise unterbrechen und unsere Gefühle auf andere Dinge lenken.

In solchen kleinen Achtsamkeitsübungen liegt viel Potenzial für unsere psychische Regeneration und die Harmonisierung unseres vegetativen Nervensystems. So reduzieren Sie mit Spaß und Ablenkung Stress und sind hinterher leistungsfähiger und erholt.

 

Zu 1.3.Grün

Das Grün der Wiesen und Bäume ist im Frühjahr am intensivsten und schönsten. Einfach einmalig schön, in jedem Jahr wieder. Grün ist die Farbe der Hoffnung. Und diese Intuition in uns ist tatsächlich aus unserer Verbindung zur Natur entstanden. Das Grün der Natur im Frühjahr gibt uns die Hoffnung auf kraftvolles Wachstum und Entwicklung und im Jahresverlauf auch auf eine gute Ernte als Dank der Natur an uns für gute Pflege. Genießen Sie also den Anblick der ergrünenden Wiesen und Wälder und nehmen Sie die mental stärkende Wirkung des Grüns ganz bewusst wahr.

 

Zu 1.4. Wolkentreiben

Schon als Kind habe ich es geliebt auf einer Decke auf dem Rasen zu liegen und die Wolken zu verfolgen. Dabei habe ich mir ganz oft Dinge vorgestellt, die die Wolken darstellen, zum Beispiel fliegende Drachen oder lachende Gesichter und dazu dann Geschichten ausgedacht. Manchmal haben wir auch Wolkenwettrennen gespielt und beobachtet, welche Wolke eine andere überholt. Wolkenbeobachten ist ein kurzweiliger Zeitvertreib sowohl mit der Familie als auch allein. Wolkentreiben beobachten und Wolkenbilder erfinden erinnert uns an alte Zeiten oder alte Geschichten, die wir mal gelesen oder gehört haben. So ist es wie der Blick in ein Fotoalbum unserer persönlichen Erlebnisse und Naturverbindungen, eine Achtsamkeitsübung, die uns die Alltagssorgen gegen schöne Gedanken eintauschen lässt.

 

Zu 1.5. Gesunde Kräuter und Pflanzen

In den frühen Trieben der Pflanzen stecken besonders viele gesundheitsförderliche Stoffe. Nehmen wir doch mal die Brennnessel mir ihren Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen und Spurenelementen, die uns stärken und reinigen. Warum also probieren und nutzen wir diese Möglichkeit nicht einfach mal aus und machen uns einen schönen Brennnesselsalat, eine Brennnesselsuppe oder -tee?  (Lesen Sie auch Artikel 2 in unserem Newsletter oder unsere Rezeptidee). Wem das zu „wild“ erscheint, der kann sich auf dem Balkon oder der Fensterbank oder bestenfalls auch im eigenen Garten Kräuter und Gewürze ziehen (Petersilie, Schnittlauch, Thymian, Rosmarin). Kräuter und Gewürze haben ein hohes Potenzial an Mikronährstoffen, die uns stärken und uns helfen, gesund und geistig fit zu bleiben. Nicht zu vergessen ihre geschmackliche Bedeutung, denn durch sie werden viele Gerichte doch erst zu wirklichen Geschmackskraftwerken. Denen, die mehr zu diesem Thema wissen möchten, empfehle ich dringend das Buch „Gehirndoping mit Gewürzen“ von Fr. Dr. Sabine Paul. Dort erfährt wohl jeder spannende und nutzbringende Neuigkeiten über diese Nahrungsmittelgruppe und garantiert peppt das ihre Kochkünste sowohl in geschmacklicher als auch in gesundheitsfördernder Art und Weise auf.

 

Zu 1.6. Waldbaden

In Japan wird Waldbaden wegen seiner gesundheitsfördernden Effekte sogar therapeutisch verschrieben. Beim Waldbaden bedienen wir gleich mehrere gesundheits- und entspannungsfördernde Prozesse. Die Ruhe und Kraft des Waldes beruhigt unseren Geist. Die frischen Düfte und Aromen der Bäume wirken sich positiv auf uns aus, stärken unsere Abwehrkräfte, wirken anregend und gleichzeitig beruhigend. Die Luft in den Wäldern ist klar, wir spüren die ruhende Kraft der Bäume. Bäume kommunizieren über Duftstoffe (Terpene) miteinander und viele dieser Stoffe wirken auf den menschlichen Organismus gesundheitsfördernd, z.B. krebsvorbeugend und aktivierend auf unser Abwehrsystem. Zusätzlich konnte ein blutdrucksenkender Effekt nachgewiesen werden.

Der Duft von Lärchen wirkt zum Beispiel vitalisierend, erdend und stärkt das Selbstvertrauen. Tannen- und Kieferdüfte haben vitalisierende Effekte bei Stress und Erschöpfung. Nutzen Sie die freien Tage für Waldspaziergänge. Jetzt im Frühjahr ist der Duft besonders intensiv. Umarmen Sie doch einfach mal einen Baumstamm und versuchen Sie seine Stärke zu fühlen, seine feste Verwurzelung in der Erde nachzuempfinden und sich vorzustellen, wie in seinem Stamm die Lebenssäfte bis in die Baumkrone hinaufziehen.

Sie können sich kleine Zweige oder Zapfen mit nach Hause nehmen und auf Ihren Schreibtisch stellen, um sich so auch während geistig anstrengender Stunden kurze Momente des „Durchatmens“ zu gönnen. Diese Kurzinterventionen schaffen Entspannungsmomente und fördern glückliche Gedanken und Lebenseinstellungen.

 

Zu 1.7. Wasserrauschen und Kneipanwendungen

Wer sich im Wald evtl. doch etwas bedrängt fühlt, den führt die Natur vielleicht zielstrebig an die vielen Seen unserer Heimat oder an die Ost- und Nordsee. Die Wellen zu beobachten entspannt und beruhigt die Augen. Wer möchte, kann barfuß durch den Strandsand laufen und seine Fuß- und Wadenmuskulatur trainieren oder einfach seinen Tastsinn im Bereich der Fußsohlen stimulieren. Wer mehr für sein Herz-Kreislauf-System tun möchte, nutzt den Aufenthalt am Strand oder Seeufer für einen forschen Spaziergang oder eine kleine Joggingrunde je nach Trainingszustand. Oder Sie sind mutig und entscheiden sich für eine wunderbare, prickelnde Kneipanwendung, indem Sie Schuhe und Strümpfe einfach ausziehen, die Hosenbeine hochkrempeln und durch das flache Wasser waten. Dadurch trainieren Sie Ihre Gefäße und Ihr Immunsystem und Sie fühlen sich danach wie neu geboren. Keine Angst vor dem Kribbeln oder den leichten Wadenschmerzen. Spüren Sie das Leben in all seinen Facetten und spüren Sie ihre Selbstwirksamkeit!

 

Zu 1.8. Blütendüfte

Jeder kennt sie, die betörenden Düfte von Blüten und Pflanzen

Rosenduft

Lavendel……….

Über unser Riechorgan haben wir eine direkte Verbindung zu bestimmten Hirnregionen. Die Riechbahnen beginnen in der Nase und führen über den Riechkolben unmittelbar in unser Gehirn und der Region, die wir Limbisches System nennen. Diese Region ist für Gefühle und Affekte verantwortlich und hat damit großen Einfluss auf unser Be- und Empfinden. So können Düfte ganz entscheidend und unbewusst auf uns und unsere Gesundheit wirken. Fast jeder hat es wohl schon mal gespürt, wie unser Gefühl schlagartig in freudige Erwartung umgeschlagen ist, in dem Moment, wo wir einen schönen Duft wahrgenommen haben, der in uns oft mit früheren Erfahrungen verknüpft ist. Im Alter lässt der Geruchssinn nach. Zum einen ist dafür häufig ein Wassermangel in der Riechschleimhaut verantwortlich oder auch hier, ebenso wie wir es auch bei unseren Muskeln kennen, ein Mangel an Training! Das bedeutet für uns, wir sollten viel öfter bewusst die schönen Düfte der Natur wahrnehmen und bewerten, um diesem Alterungsprozess entgegenzusteuern. Nutzen Sie die gesundheitsfördernden Effekte, zum Beispiel die beruhigende und schlaffördernde Wirkung von Lavendelduft, aber auch Melisse wirkt beruhigend. Zederngeruch im Schlafzimmer gibt Ruhe, Sicherheit, Kraft und Stärke. Wenn Sie von nächtlichem Gedankenkreisen geplagt werden, versuchen Sie es doch mal mit einem Kissenspray, das Sie sich selbst herstellen können. Dazu nehmen Sie 50 ml Mineralwasser oder auch Wodka (der verdunstet besser) und geben dazu 5 Tropfen Zedernöl und 10 Tropfen Rosenöl und sprühen davon abends ein paar Hübe auf Ihr Kopfkissen.

Holen Sie sich einfach schöne Düfte in Ihr Wohnzimmer. Zitronenduft bringt Frische und Klarheit, Jasmin entspannt das Herz und beruhigt und baut Spannungen ab. Aber nicht immer müssen schöne Düfte einen tieferen Nutzen haben, manchmal tut es auch einfach nur gut, durch einen herrlichen Duft zu spüren, wie schön das Leben ist.

 

Zu 1.9. Sauerstoff und frische Luft

Frischluft weckt unsere Lebensgeister. Durch einen Aufenthalt in der Natur und an der frischen Luft füllen wir unsere Lungen und unsere Zellen mit Sauerstoff auf besonders, wenn wir uns bewusst etwas intensiver bewegen und dabei tief ein- und ausatmen. So kommt auch mehr Sauerstoff in tiefere Bereiche unserer Lungen, die wir beim Sitzen vor dem Fernseher oder Computer einfach nur abdrücken und die in diesen Situationen an der Sauerstoffversorgung unserer Organe gar nicht richtig teilnehmen. Eine optimalere Sauerstoffversorgung sorgt für einen gesünderen Stoffwechsel, denn wir brauchen Sauerstoff zur Verstoffwechslung von Kohlenhydraten und Eiweißen bei der Energiegewinnung in unseren Zellkraftwerken. Wir werden nicht so schnell müde und die Durchblutung des gesamten Organismus wird gefördert, unser Hautbild verschönt. Außerdem betreiben wir mit der gezielten tiefen Sauerstoffaufnahme auch eine Form von Anti-Aging und das nicht nur körperlich, sondern auch in Bezug auf unsere geistige Fitness. Atemtraining ist auch ein gutes Mittel zur Stressreduktion und zur Stärkung unseres Erholungssystems (des Parasympathikus). Wenn Sie also während des Aufenthaltes in der Natur das tiefe Ein- und Ausatmen bewusst fördern ( am optimalsten im Rhythmus 4 Sekunden ein- und 6 Sekunden ausatmen ) dann haben Sie gleich einen doppelten Effekt: eine bessere Sauerstoffversorgung und eine Entspannung Ihres vegetativen Nervensystems.

 

All diese natürlichen Kostbarkeiten kosten kein Geld, sind fast immer erhältlich und nutzbar und stärken Ihre persönliche seelische und körperliche Gesundheit. Es ist so leicht, Selbstwirksamkeit zu praktizieren und sich damit Gutes zu tun und sein Leben zu verlängern und es dabei auch noch zu genießen!

 

 

Nutzen Sie die Ostertage und beginnen Sie, aktiv für sich zu werden!