Ausreichender und erholsamer Schlaf

Jeder Mensch hat ein unterschiedlich hohes Schlafbedürfnis und seinen eigenen Tag-Nacht-Rhythmus. Es macht viel Sinn, diesen zu erkennen und sein Leben danach zu gestalten, denn wenn Sie ein sogenannter Eulentyp sind, der morgens erst so richtig in den erholsamen Schlaf driftet , dann werden Sie es schwer haben in einem Leben als Bäcker, wo früh um 2.30 Uhr der Tag beginnt.

Viele Menschen in der heutigen Zeit leiden unter Schlafstörungen und greifen oft viel zu schnell nach schlaffördernden Medikamenten.

Viel besser wäre es, wenn Sie geduldig mit sich sind und Ihre Schlafgewohnheiten genau beobachten und mit kleinen Veränderungen mehr Schlafhygiene und Schlafstabilität schaffen.

Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte folgende Dinge beachten:

1.Wichtig ist ein relativ gleichbleibender Tagesrhythmus, d.h. gehen Sie möglichst jeden Tag um die gleiche Zeit schlafen. So gewöhnt sich Ihr Körper daran, täglich zur selben Zeit in den Ruhemodus überzugehen und stehen Sie auch möglichst jeden Tag um dieselbe Zeit auf.

2. Vermeiden Sie abends kraftintensiven Sport, d.h. trainieren Sie, wenn Sie Schlafstörungen haben nicht mit intensiven Trainingseinheiten nach ca. 16.00 Uhr.

3. Essen Sie abends keine kalten Salate und keine üppigen Gerichte, denn sonst hat Ihr Verdauungsapparat die ganze Nacht damit zu tun, die Nahrung zu verdauen und zu verstoffwechseln, was für einen unruhigen oder gestörten Schlaf sorgt.

4. Vermeiden Sie abends den Umgang mit hellem oder blauem Licht (Lampen, PC, Fernseher). Dieses verhindert die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin und lässt Sie dadurch später und schlechter einschlafen.

5. Wenn Sie unter Schlafstörungen leiden, können Ihnen auch Lebensmittel helfen, die viel von der Aminosäure Tryptophan enthalten, denn aus Tryptophan bilden wir die Glückshormone Serotonin und in einem weiteren Umwandlungsschritt auch das Melatonin. Tryptophan reiche Lebensmittel sind z.B. Bananen, Cashewkerne, Thunfisch, Sojabohnen….

6. Trinken Sie keinen Alkohol am Abend.

7. Gewöhnen Sie sich kleine entspannende Abendrituale an. Für den einen kann das eine bestimmte Einschlafmusik sein, für den anderen eine 5-minütige Atemübung. Oder Sie schreiben in ein kleines Tagebuch vor dem Schlafengehen und notieren 3 positiv gelaufene Dinge, um so negative Grübeleien zu verhindern.

8. Falls Sie ein Mensch sind, der immer viel für den nächsten Tag vorplanen muss, nehmen Sie sich einen Klebezettel und schreiben Sie alles auf, was Ihnen vor oder beim Zubettgehen einfällt und von dem Sie meinen, dass Sie unbedingt am kommenden Tag daran denken müssen. Dann können Sie diesen Gedanken erstmal ruhen lassen, denn Sie haben für den Morgen Ihren Spickzettel.

9. Schlafen Sie unter optimalen Bedingungen, nicht zu warm und nicht zu kalt, möglichst in einem abgedunkelten Raum ohne störende Nebengeräusche.

10. Vermeiden Sie technische oder strahlende Geräte in Ihrem Schlafzimmer.

 

 

Ich bin davon überzeugt, dass viele Schlafprobleme sich durch konsequente Regelmäßigkeit und optimale Schlafbedingungen lösen lassen. Bleiben Sie geduldig mit sich und seien Sie nicht genervt und unruhig, weil Sie wach liegen, sondern denken Sie an schöne Dinge und freuen Sie sich über die Zeit, die Sie haben, ungestört diesen schönen Gedanken nachzuhängen. Denn selbst wenn wir nicht schlafen, erholen wir uns, wenn wir ruhen und dabei glücklich sind. Und meist kommt dann der Schlaf von ganz allein.