Flexi-Carb - Schlemmen ohne schlechtes Gewissen

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Das Ernährungsprinzip Flexi-Carb wurde von einem der führenden Ernährungswissenschaftler Dr. oec. troph. Nicolai Worm entwickelt. Das Prinzip beinhaltet keinen Verzicht, sondern zeigt lediglich, dass man seine Ernährung und besonders den Verzehr von kohlenhydratreichen Lebensmitteln an seinen Alltag und sein Sportpensum anpassen muss. Heißt also, dass Personen, die beispielsweise einen körperlich anstrengenden Job haben oder viel Sport treiben, mehr Kohlenhydrate verzehren dürfen, als Büroangestellte, die sich auch in ihrer Freizeit nicht viel bewegen. Wer also regelmäßig Kohlenhydrate wie Nudeln, Kartoffeln, Brot- und Backwaren verzehren möchte, ohne dabei zuzunehmen und den Stoffwechsel zu belasten, sollte sich regelmäßig bewegen und Sport treiben. Auf diese Weise werden die Kohlenhydratspeicher in der Muskulatur und der Leber verbraucht und können anschließend wieder gefüllt werden.

Sport mit einer niedrigen körperlichen Belastung verbraucht ca. 20 g Glykogen pro Stunde. Personen, die besser trainiert sind bzw. häufig in ihrer Freizeit Sport treiben, bauen ungefähr 30 bis 50 g Glykogen pro Stunde ab. Bei der Flexi-Carb-Methode wird von einem Glykogenverbrauch von ca. 50 Gramm pro Stunde Sport ausgegangen. Wer beispielsweise eine halbe Stunde vor und eine halbe Stunde nach der Arbeit mit dem Fahrrad fährt, kann ohne Reue eine Extra-Portion Kohlenhydrate genießen.

 

 

Was entspricht 50 Gramm Kohlenhydrate?

Lebensmittel

So viel (in Gramm) liefert 50 g Kohlenhydrate

Baguette

100 g

Haferflocken

80 g

Knäckebrot

75 g

(Salz-/Pell) Kartoffeln

355 g

Nudeln (ungekocht abgewogen)

75 g

Reis (ungekocht abgewogen)

65 g

Süßkartoffeln

210 g

Vollkornbrot

130 g

Weißbrot

100 g

Quelle: Auszug aus Flexi-Carb, Dr. Nicolai Worm, riva Verlag

 

 

Die Flexi-Carb-Ernährungspyramide hilft die Empfehlungen des Prinzipes umzusetzen.

Unten in der Pyramide, in der Basis, befinden sich die Lebensmittel, die täglich und reichlich verzehrt werden sollten. In ihnen stecken viele essenzielle Nährstoffe, sättigende Ballaststoffe und viel Wasser, was die Lebensmittel zu kalorienarmen Sattmachern werden lässt. Die erste Stufe zeigt tierische Lebensmittel, wie Eier, Fisch, magere Fleisch- und Milchprodukte, die ebenso täglich Teil der Ernährung sein sollen. Die zweite Stufe setzt sich zusammen aus etwas kohlenhydratreicheren Lebensmitteln wie Obst, Hülsenfrüchten und ebenso fettigeren, kaloriendichteren Lebensmittel, wie fettreichen Milchprodukten oder der Fettfrucht Avocado. Erst in der dritten Stufe findet man die Kohlenhydratquellen wieder. Allerdings auch lediglich die hochwertigen Kohlenhydrate, wie Vollkornnudeln, - brotwaren, - reis, Mais und Kartoffeln. Ebenso findet man die zuckerreichen und wasserarmen Trockenfrüchte in dieser Stufe wieder. In der vierten und fünften Stufe sind Lebensmittel, die nicht täglich, sondern selten verzehrt werden sollten. Grund dafür ist der hohe Gehalt an Einfachzuckern, der in Produkten wie beispielsweise Weißbrot, Gebäck und stark verarbeiteten Lebensmitteln, steckt. Besonderheit dieser Pyramide ist, wie bereits erwähnt, dass man sich Extra-Carbs verdienen kann. Das zeigt die Aufstellung neben den oberen Stufen der eigentlichen Pyramide. Pro Sporteinheit à einer Stunde, kann man sich 50 Gramm mehr Kohlenhydrate am Tag verdienen. Es liegt also an jedem von uns selbst, wie viele Kohlenhydrate wir verzehren dürfen. Neben den Stufen der Pyramide ist die tägliche Flüssigkeitsaufnahme von kalorienfreien Getränken entscheidend. Außerdem ist der Aufenthalt an der Sonne im Freien für die Produktion von Vitamin D, zumindest in den Monaten zwischen März und Oktober, entscheidend. Darüber hinaus sollte man bei der Wahl von Fetten auf hochwertige Öle achten und diese täglich in die Ernährung einbauen. Neben Sport und einer gesunden Ernährung sollte allerdings die Entspannung nicht zu kurz kommen. Demnach ist ein ausreichend langer und erholsamer Schlaf wichtig. Natürlich darf man sich auch ab und zu ein Glas Wein oder ein Bier gönnen und natürlich auch ein Stück Schokolade. Für eine ganze Tafel Schokolade oder eine ganze Flasche Wein müsste man allerdings sehr viel Sport treiben, was im Alltag von den meisten nicht wirklich umsetzbar ist.