Alzheimer = Diabetes Typ 3


Es klingt vielleicht etwas übertrieben, aber es gibt heute in der Neuro-Wissenschaft Hinweise darauf, dass ein erhöhter Zuckerkonsum mit den Folgen der zu hohen Blutzuckerspiegel und ebenso zu hohem Zuckerspiegel in den Geweben Demenz bzw. neurodegenerative Prozesse (das Nervensystem zerstörende Prozesse) fördern kann.

Aus zahlreichen Untersuchungen ist bekannt, dass ein Großteil der Patienten mit Typ 2 Diabetes kognitive Einbußen gegenüber gleichaltrigen Nichtdiabetikern hat. Verantwortlich dafür ist unter anderem auch der zu hohe Insulinspiegel im Blut bei der im Körper auftretenden Insulinresistenz durch einen ständig zu hohem Blutzuckerspiegel und zu wenig Bewegung. Durch diese zu hohen Insulinspiegel wird die Blut-Hirn-Schranke geschädigt. Es wird also die Kontrollfunktion am Übergang von Blut zu Gehirnzellen negativ beeinflusst. Dadurch können schädigende Stoffe leichter in unser Gehirn eindringen und entzündungsfördernde Prozesse entstehen, die dazu führen, dass das Gehirn seine Leistungsfähigkeit nach und nach aufgibt.

Die meisten Menschen glauben, dass unser Gehirn unbedingt Glukose braucht, um richtig gut zu funktionieren. Nicht umsonst nehmen sich viele Menschen Traubenzucker mit, wenn sie eine Prüfung schreiben müssen. Aber weit gefehlt. Säuglingsgehirne ernähren sich hauptsächlich ketogen, also durch die Umwandlung von Fett in Energie. Nur durch den ständig vorhandenen und überwiegenden Konsum von Kohlenhydraten im Kindes- und Erwachsenenalter schaltet das Gehirn überwiegend auf die Glukose-Verwertung um. Nach einiger Zeit hat sich unser Hirn an dieses Produktionsmuster gewöhnt und sendet Heißhungersignale aus, wenn die Energie im Kopf knapp wird. So denken wir dann, na klar, ganz ohne Zucker geht es also doch nicht. Weit gefehlt. Durch eine gesunde Ernährung und auch durch eingeschobene Fastenzeiten lernt unser Gehirn wieder, den Weg der Energiegewinnung zu nutzen, den es schon nutzte, als wir auf die Welt kamen.

Es gibt übrigens Untersuchungen, die zeigen, dass Menschen in Fastenzeiten durchaus bessere Gehirnleistungen zeigen können als zu anderen Zeiten. Viel dramatischer aber ist, dass die durch offene Blut-Hirn-Schranke schädigende Eiweißbestandteile abgelagert werden, die dann den normalen Nährstoff-Austausch stören. Dies ist eine der Haupttheorien, die derzeit verfolgt werden, wenn es darum geht, warum eine Zuckerkrankheit mit Demenz in Verbindung gebracht wird. Dabei ist es so wie mit jeder Erkrankung. Es gibt Menschen, die trotz Kettenrauchen niemals Lungenkrebs bekommen oder die trotz hohem Süßigkeiten Konsum niemals an Diabetes erkranken, aber wenn wir nicht über optimale genetische Ausgangsbedingungen und Kompensationsmechanismen verfügen, dann wird es uns erwischen. Und an werdende Mütter gerichtet, je stärker wir unser Erbgut durch einen negativen Lebenswandel schädigen, desto geringer sind die Chancen unserer Kinder, sich gegen diese Erkrankungen wehren zu können.