Lust auf weniger Muskel- und Gelenkbeschwerden? Nutzen Sie die Kraft der Ernährung für sich, in dem Sie sich entzündungshemmend ernähren!

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Chronische Muskel- und Gelenkbeschwerden nehmen in der westlichen Welt stetig zu. Die typischen westlichen Lebensgewohnheiten, sprich wenig Bewegung und eine ungesunde, entzündungs- und übergewichtsfördernde Ernährungsweise führen zu zahlreichen chronischen Erkrankungen, wie Diabetes, Bluthochdruck, Osteoporose, Arthrose, Alzheimer und Krebs. Mit einer Ernährungsumstellung können Sie nicht nur Schmerzen lindern, sondern Entzündungen in Ihrem Körper hemmen und Krankheiten lindern oder gar ganz heilen. 

 

Entzündungen sind der Grund für nahezu jede Erkrankung 

Die Ursache vieler gesundheitlicher Beschwerden können auf chronische Entzündungen zurückgeführt werden. Die Symptome dieser Erkrankungen können allerdings ganz unterschiedlich sein. Entweder betreffen sie lediglich einzelne Bereiche des Körpers oder sie betreffen ihn im Ganzen. Erkennbar sind akute Entzündungen entweder in Form einer Rötung, einer Erhöhung der Körpertemperatur, einer Schwellung oder sie machen sich in Form von einem Schmerz oder einer gestörten Funktionsfähigkeit bemerkbar. Chronische Entzündungen bleiben jedoch von uns fast immer relativ lange unbemerkt oder wir deuten sie falsch, aber gerade die chronischen stillen Entzündungen (wie sie auch gern genannt werden = silent inflammation) sind die, die langfristig zu schweren Erkrankungen, vorzeitiger Alterung, Siechtum und Tod führen.

 

Eine Entzündung ist prinzipiell ein natürlicher Abwehrmechanismus gegen Fremdstoffe, wie Allergene, Bakterien, Viren oder Pilzen. Allerdings können Entzündungsreaktionen auch durch andere Faktoren, wie Stress, eine ungesunde Ernährungsweise, zu wenig Bewegung und Sonnenlicht oder Umweltgifte ausgelöst werden. Diese können sich mit der Zeit zu chronischen Entzündungsherden entwickeln und langfristig zu Erkrankungen führen, da sie unsere gesunden Körperzellen und Organe belasten und zerstören und so die Funktionsfähigkeit unseres Körpers einschränken. Um diese Entwicklung zu vermeiden, ist eine gesunde Lebensweise mit gesunden und entzündungshemmenden Lebensmitteln und wenig Stress entscheidend.

 

Vitalstoffe in einer entzündungshemmenden Ernährung 

Die westliche Ernährung ist reich an raffiniertem Zucker, Salz, Auszugsmehlen, Transfetten und arm an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Die Folgen einer solchen Ernährungsweise sind häufig eine Übersäuerung der Gewebe sowie die Entstehung bzw. Verstärkung von Entzündungsreaktionen.

Zur Gesunderhaltung unseres Organismus und zur Vermeidung bzw. Reduktion chronischer Entzündungsreaktionen ist es unabdingbar, eine basenreiche Ernährung mit vielen sekundären Pflanzenstoffen, Vitaminen, Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren in unseren Alltag zu integrieren. Hauptlieferanten einer derartigen Ernährung sind Gemüse, Nüsse und zuckerarmes Obst.

Antioxidantien, beispielsweise in Form von Vitamin C, stecken in zahlreichen Obst- und Gemüsesorten. Besonders empfehlenswert sind hierbei Paprika, Sanddorn, Zitrusfrüchte und Hagebutten. Aber auch grünes Gemüse wie Brokkoli, Spinat, Grünkohl, Brennnessel, Mangold, Portulak oder Rosenkohl sind reich an diesem Vitamin. Das eher unbekannte Gemüse Portulak enthält neben reichlich Vitamin C, A und E ebenso Omega-3-Fettsäuren, Magnesium, Zink und Flavonoide. Die frisch gepflückten Zweige und Blätter eignen sich besonders für Salate oder einen frischen Kräuterquark.

 

Antioxidantien bilden ein natürliches Schutzschild gegen oxidativen Stress und haben sowohl eine entzündungs- als auch krebshemmende Wirkung. Neben Vitamin C zählen Vitamin E haltige Lebensmittel, wie Weizenkeimöl oder Olivenöl sowie Polyphenole und Carotinoide zu den Antioxidantien. Polyphenole und Carotinoide zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und sind vor allem in rotem, blauem oder violettem Obst und Gemüse, wie Beeren, Tomaten und Möhren vorhanden.  Besonders rote und blaue Fruchtsorten, wie schwarze Johannisbeeren, Kirschen oder Heidelbeeren sind dank des hohen antioxidativen Potentials besonders empfehlenswert.

 

Auch Gewürze, wie Kurkuma, Ingwer, Kreuzkümmel, Zimt und Chili haben dank der darin enthaltenen ätherischen Öle und Scharfstoffe einen antientzündlichen Effekt. Auf Grund der schmerzlindernden Wirkung sind sie besonders bei Erkrankungen wie Arthrose oder Schuppenflechte empfehlenswert, aber auch bei der Hemmung von Krebs können sie therapeutisch oder präventiv eingesetzt werden.

 

Dank der gesundheitsfördernden Schwefelverbindungen (Sulfide) in Lauchgewächsen, sollten Zwiebeln und Knoblauch so oft wie möglich in unsere Speisen und Gerichte integriert werden. Darüber hinaus wird ihnen auch eine antibakterielle und gefäßschützende Wirkung zugesprochen.

 

Fermentierte Lebensmittel wie rohes Sauerkraut, Miso, Joghurt oder Kefir kurbeln nicht nur die Verdauung an und sorgen für eine ausgeglichene Darmflora sondern schützen auch vor Entzündungen, indem sie mit guten Darmbakterienkulturen die krankmachenden Keime vertreiben und auf diese Weise das Immunsystem stärken.

  

Eine ausreichende und ausgewogene Mineralstoffversorgung wirkt ebenso entzündungshemmend und kann laut einer Studie eventuell sogar eine Alternative für pharmazeutische Entzündungshemmer mit unerwünschten Nebenwirkungen darstellen. Besonders empfehlenswert sind hierbei Magnesium, Zink, Eisen und Selen. Magnesium steckt vor allem in Pseudogetreide, wie  Amaranth, Quinoa und Hirse, in Kürbiskernen, Mohn, Meeresalgen und Mandeln sowie in grünem Gemüse und Kräutern, wie Mangold, Spinat, Brennnessel, Portulak, Basilikum, Majoran und Salbei. Paranüsse sind sehr gute Selen- und Zinklieferanten. Man kann bereits durch den Verzehr von 2 Paranüssen am Tag seinen Bedarf an Selen decken. Eisen ist vor allem in Fleisch, aber auch in Hülsenfrüchten, Haferflocken und Weizenkleie enthalten.  Zur besseren Aufnahme von Eisen bedarf es der gleichzeitigen Gabe von Vitamin C. Schwarze Johannisbeeren liefern, ebenso wie Spinat sowohl Vitamin C als auch Eisen und sind daher besonders empfehlenswert.

 

Die magnesiumreichen Meeresalgen sind nicht nur auf Grund ihres hohen Gehalts an Magnesium, sondern auch hinsichtlich des hohen Omega-3-Fettsäure-Anteils für eine entzündungshemmende Kost geeignet. Omega-3-Fettsäuren hemmen Entzündungen, aktivieren die Fettverbrennung und halten das Blut dünnflüssig. Neben Algen stecken sie in fettigem Seefisch, wie Lachs, Hering und Makrele sowie in hochwertigen pflanzlichen Ölen, wie Lein-, Hanf- oder Walnussöl.

 

Bei Entzündungen gilt es neben einer Antioxidantien-reichen Ernährung ebenso auf genügend Flüssigkeit zu achten. Dadurch bleibt der Stoffwechsel in Schwung und entzündungsfördernde Toxine und andere Schadstoffe können aus dem Organismus ausgeschieden werden. Trinken Sie daher ausreichende Mengen mineralstoffreiches, fluoridfreies und kohlensäurearmes Wasser oder zuckerfreie Teesorten. Besonders eignen sich hierbei Kräutertees oder Wasser aus Glasflaschen mit einem leicht basischen pH-Wert (ab pH 7). Spezielle Filteranlagen ermöglichen es einem heute bereits unser Leitungswasser in Quellqualität aufzubereiten.

 

Neben dem Verzehr von entzündungshemmenden Lebensmitteln gilt es allerdings auch entzündungsfördernde Lebensmittel zu meiden - besonders wenn bereits chronische Erkrankungen, wie Arthrose oder Rheuma vorhanden sind. Zu diesen Lebensmitteln zählen industriell verarbeitete Lebensmittel, wie Süßwaren, Fertigspeisen, Fastfood, Wurst etc. Daneben sollten tierische Produkte, wie Fleisch und Milchprodukte, aufgrund des hohen Gehalts der entzündungsfördernden Fettsäure Arachidonsäure, nur in Maßen verzehrt werden.